Pressemitteilung

v. l. n. r. Christian Smolka (Kassier), Angelika Pilz-Strasser (Vorsitzende BA 13), Max Döring (Bezirkstagskandidat), Andi Baier (Landtagskandidat) und Silvio Bohr (Vorsitzender der Münchner Grünen)

Zum Landtagskandidat für die Grünen im Stadtbezirk 102 Bogenhausen / Berg am Laim wurde Andreas Baier gewählt.

Er ist Ortsverbands- und Fraktionssprecher der Grünen in Bogenhausen, Ausschussleiter für Ökologie, öffentliche Räume und Stadtgestaltung und Vorsitzender des Vereins Bücherschränke Bogenhausen e.V.

Besonders am Herzen liegen ihm die Gesundheit von Mensch, Tier und Natur, die Energiewende und soziale Gerechtigkeit. Außerdem möchte er in seinen Veranstaltungen die Idee eines Maximallohns oder der „Vereinigten Staaten Europas“ diskutieren.

Er möchte beweisen, dass die Grünen nicht die „Besserwisser“ sind, sondern die besseren Zukunftsideen haben, die er versucht umzusetzen.

Der in München geborene 44-jährige möchte mit seinem Slogan „ Baier für Bayern“ und einer bodenständigen, bürgernahen Politik auf Augenhöhe die BürgerInnen überzeugen.

Mit dem Bücherschrank Bogenhausen ist ihm – zusammen mit dem Verein – schon ein gutes Projekt für Bildung und Kultur auf lokaler Ebene gelungen, seine guten Ideen möchte er nun auf Landesebene einbringen.

Pressespiegel

Süddeutsche Zeitung: Weg der Erkenntnis

Süddeutsche Zeitung: Tram-Begehung in Bogenhausen

Bogenhausens BA-Vorsitzende zum Jahreswechsel

VON ANGELIKA PILZ-STRASSER

Liebe Bürgerinnen und Bürger des 13. Stadtbezirks,

wenn wir über nachhaltige Stadtentwicklung reden, fällt regelmäßig der Begriff „Urbanität“. Urbanität bedeutet, grob gesagt, hohe Lebensqualität in einer verdichteten Bebauung. München braucht bezahlbaren Wohnraum. Gerade in unserem Viertel wird viel geplant und gebaut, so viel, dass sogar in der Bürgerversammlung ein allgemeiner Baustopp für die nächsten Jahre gefordert wurde. Die großen Veränderungen sind für manche Menschen schmerzhaft, weil sich die Dorfstrukturen auflösen, Raum und Grün verschwindet und der Verkehr deutlich zunimmt. Wir rücken näher an die Innenstadt, mit allen Vor- und Nachteilen. Dazu gehört ein öffentlicher Nahverkehr, der uns schnell und komfortabel mit dem Zentrum und den anderen Stadtvierteln verbindet. Die neue Straßenbahnlinie St. Emmeram, die wir am 10. Dezember eingeweiht haben, wird uns das bieten. Wer in die vielen neuen Wohnungen im Bereich der Cosimastraße einziehen wird, kann von Anfang an mit der Straßenbahn planen und vielleicht überlegt sich ja der eine oder andere, auf das Auto zu verzichten.

Tram unter Kunstwerk
Die Tram fährt durch die Mae West, das höchste Kunstwerk Deutschlands. Es wurde Anfang des Jahres in zwei eiskalten Nächten, begleitet von vielen Bürgerinnen und Bürgern, fertig gestellt. Damit hat München neben dem Friedensengel eine neue herausragende Stadtmarke am Isarhochufer. Auch die Gestaltung der Oberfläche über dem Richard-Strauss-Tunnel ist beendet, das Problem mit dem Verkehr leider bei Weitem nicht! Urbanität bedeutet eine gute Infrastruktur: Attraktive Einkaufsläden, Gaststätten und Dienstleister, aber auch Möglichkeiten zur Begegnung bei kulturellen, gesellschaftlichen oder sportlichen Veranstaltungen.

Was haben wir erreicht?

Es freut uns sehr, dass sich unsere Forderung nach einem zentralen Platz, an dem all das möglich sein wird, bei der Bebauung des Prinz-Eugen-Parks erfüllt hat. Wir wünschen und brauchen für unser großes Stadtviertel dringend Räume für bürgerschaftliche Nutzung. Wir werden sie endlich im Bürgerhaus bekommen, das das Sozialreferat an diesem Platz mit einem Alten– und Servicecenter, einem Nachbarschaftstreff und Räumen für Kinder- und Jugendarbeit plant.

Ortskerne

Vehement haben wir uns dagegen gewehrt, den Ensembleschutz für die Dorfkerne von Englschalking, Daglfing und Johanneskirchen aufzuheben und das Ensemble Oberföhring rigoros zu verkleinern. Mit Hilfe der Unteren Denkmalschutzbehörde und des Stadtrats ist es gelungen, die historischen Dorfmittelpunkte nahezu unverändert zu erhalten. Eine weitere „Erfolgsstory“ ist die Rettung des Maschinenhäuschens und eines Trocken-stadels auf dem Gebiet der Ziegelei Deck. Gerade wegen der vielen neuen Baugebiete ist es wichtig, unsere Wurzeln – wie hier die Geschichte des Baustoffes Lehm – gut sichtbar zu bewahren.

Nur mit dem Tunnel!
Eine einschneidende Entwicklung könnte auf unser Stadtgebiet zukommen: dort, östlich der S 8, wo man im Sommer manchmal vom Blöken der Schafe geweckt wird und Beerenfelder und viel Natur und Grün zu erleben sind, werden in Zukunft 10000 Wohnungen und 2000 Arbeitsplätze entstehen – es können auch mehr werden. Wir wollen, dass die Nachbarn und die künftigen Bewohner sehr früh in die Planungen einbezogen werden, um gemeinsam mit den Referaten Ideen entwickeln und Bedenken diskutieren zu können. Damit können Sie ein Stück weit die künftige Lebensqualität mitbestimmen. Der Bezirksausschuss hat deswegen die Stadt aufgefordert, eine modellhafte vorgezogene Bürgerbeteiligung durchzuführen und die dafür notwendigen Mittel bereitzustellen.

Bahnstrecke
Die Entwicklung der Neubaugebiete hängt untrennbar mit dem Schicksal der Bahnstrecke, die sich bisher die S8 und einige Züge teilen, zusammen. Diese Strecke soll ertüchtigt, die Verbindung zum Flughafen beschleunigt werden. Der übrige Schienenverkehr und der erhebliche Güterverkehr soll entflochten werden; kurz, die ganze Trasse wird viergleisig ausgebaut. Der Bezirksausschuss hat den Freistaat Bayern, die Deutsche Bahn AG und die Landeshauptstadt München aufgefordert, sich bei diesem massiven Ausbau für eine Verlegung der kompletten Strecke zwischen Zamdorf und Johanneskirchen in einen Tunnel zu entscheiden und diese umgehend umzusetzen. Auch wenn das nicht die billigste Lösung ist, anders wird es nicht gehen. Die neu entstehende „Kleinstadt“ und die jetzt schon östlich der S8 lebenden Menschen dürfen nicht durch eine Barriere, wie immer eine Lärmschutzbebauung auch aussehen würde, vom Rest der Stadt getrennt werden. Sie sehen, es wird auch im nächsten Jahr spannend bleiben in unserem schönen Stadtbezirk!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr 2012!

Montag, 20. August 2018
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